HWB mit DW-Zukunftspreis ausgezeichnet
   
   

HOFHEIM Bei der Hofheimer Wohnungsbau GmbH ist die Freude groß.
Am 3. Juni 2016 wurde der hundertprozentigen Tochter der Stadt Hofheim im Rahmen des Aareon-Kongresses in Garmisch-Partenkirchen der diesjährige DW-Zukunftspreis verliehen. Das kommunale Wohnungsbauunternehmen aus Hofheim überzeugte die Jury mit seinem Konzept „Willkommenskultur umgesetzt in der Vermietung – Veränderung des Vermietungsprozesses durch Flüchtlinge“. Der Aareon-Kongress ist die größte Veranstaltung der Wohnungswirtschaft in Deutschland mit über 1000 Teilnehmern. Der DW-Zukunftspreis ist die höchste Auszeichnung der Branche.

Der Zukunftspreis der Fachzeitung Die Wohnungswirtschaft gilt als wichtigste Auszeichnung in der Branche und wurde in diesem Jahr zum insgesamt 13. Mal verliehen. Mit diesem Preis werden Wohnungsunternehmen gewürdigt, die den immer schneller werdenden Veränderungen in ihrem Umfeld aktiv begegnen. Präsentiert wird der Zukunftspreis von der Aareon AG, Europas führendem Beratungs- und Systemhaus für die Immobilienwirtschaft. Die Schirmherrschaft hat Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. Die technische Betreuung liegt beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto „Wohnungswirtschaft in Zeiten dynamischer Veränderungen – zukunftsweisende Strategien und Konzepte“.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Flüchtlingszahlen im Main-Taunus-Kreis und dem aus diesen zu erwartenden Wohnungsbedarf hat die HWB das Konzept „Willkommenskultur umgesetzt in der Vermietung – Veränderung des Vermietungsprozesses durch Flüchtlinge“ entwickelt. Mit dem Ziel, auf diese neue Gruppe Wohnungssuchender vorbereitet zu sein und deren Situation, Wünsche und Bedürfnisse – die sich doch von denen bisheriger Mieter unterscheidet – angemessen berücksichtigen zu können.

„Mit diesem Konzept soll sichergestellt werden, dass Flüchtlinge sich in ihrer neuen Wohnung und neuem Wohnumfeld wohl und zuhause fühlen, Haus- und Quartiersgemeinschaften die neuen Mieter akzeptieren und integrieren und ein langfristiges, für alle Seiten zufriedenstellendes Mietverhältnis entsteht“, erklärt Geschäftsführer Norman Diehl. „Diese Auszeichnung ist eine wichtige Bestätigung für unsere Arbeit.“

Mangelnde Sprachkenntnisse, deutsche Bürokratiehürden, kulturelle Unterschiede und Missverständnisse erschweren nach der Anerkennung als Flüchtling oft die Anmietung einer Wohnung und die anschließende Integration.
Genau hier setzt das Konzept der HWB an: Es beinhaltet fünf konkrete Maßnahmen wie den Ausbau des Sozialen Managements, die Schulung interkultureller Kompetenzen, die Einführung eines Projektteams „Asyl und Integration“, die Förderung des Spracherwerbs sowie die Etablierung der „Leichten Sprache“ in Dokumenten und Beratungsgesprächen.
Darüber hinaus inkludiert es die Unterstützung der neuen Mieter während des gesamten Mietverhältnisses durch persönliche Ansprachen im Rahmen von Sprechstunden, der ehrenamtlichen Begleitung bei z.B. Behördengängen und der Integration vor Ort durch gemeinsame Mieteraktivitäten wie Nachbarschaftsfeste u.v.m.

Bürgermeisterin Gisela Stang, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der HWB, gratulierte der Geschäftsleitung zu dieser Auszeichnung. „Die HWB sieht ihre Wirkungsbereiche schon seit vielen Jahren nicht mehr allein in der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, sondern ist besonders auf die sozialen und sozio-demographischen Entwicklungen wie auch Inklusion und Flüchtlingsstrom unverzichtbarer Partner für die Stadt Hofheim geworden“, so Stang. „Ich bin stolz darauf, dass die engagierte Arbeit in diesem Bereich von der Jury gesehen und das Projekt als das erkannt wurde, was es ist – innovativ und zukunftsweisend!“

Insgesamt hat die Jury diesen Preis an drei Unternehmen in Deutschland vergeben. Die Preisträger erhielten zur Preisverleihung auf dem Aareon Kongress einen professionellen Filmbeitrag und werden in der DW Die Wohnungswirtschaft als Thema des Monats veröffentlicht.

Von links Juryvorsitzender Prof. Hansjörg Bach, Corinna Firle (HWB Soziales Management), Norman Diehl (HWB Geschäftsführer) und Axel Gedaschko (GdW Präsident) bei der Preisverleihung.

   
 
 
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